Private Wealth Management wächst weiter

In der Vermögensberatung gibt es Bereiche, wo sehr vermögende Kunden betreut werden. Das sind Bereiche, wo sehr individuell und mit höchster Kompetenz die Geldanlagen verwaltet und investiert wird. Der Begriff Private Wealth Management definiert ganz gut diesen Bereich. Private Wealth Management meint, dass ein Berater oder ein Bankhaus das Vermögen eines Unternehmens oder einer Familie verwaltet. Dazu gehört die komplette Infrastruktur, die dazugehört. Also so etwas wie eine professionelle Dienstleistung im finanziellen Bereich. Es umfasst nicht nur die Verwaltung des Vermögens in Form von Geld, sondern auch die Verwaltung der teilweise weltweit verstreuten Immobilien und Beteiligungen an Firmen usw.

Private Wealth Management ist eine sehr individuelle Angelegenheit. Vorteil für den Kunden ist, dass er nur mit einer Person oder einigen wenigen Personen kommunizieren muss, um seine ganzen finanziellen Angelegenheiten zu regeln. Dieser Begriff Private Wealth Management wurde zuerst von Banken wie Goldman Sachs oder Morgan Stanley geprägt. Mittlerweile haben natürlich auch andere große Banken besondere Abteilungen gegründet, die sich nur mit Private Wealth Management befassen. Die Berater, die in solchen Bereichen vermögende Kunden betreuen, müssen ganz besondere Eigenschaften mitbringen, um dieses ausgewählte und durchaus anspruchsvolle Klientel zu bedienen. Natürlich ist im Private Wealth Management ausgeprägtes Finanzwissen nötig. Darüber hinaus ist ein gehobenes und seriöses Auftreten von größter Bedeutung. Der Kunde erwartet Diskretion und absolutes Vertrauen. Es gibt Kunden, die vom Berater erwarten, dass er zumindest einmal einen Zyklus mit Hochs und Tiefs am Kapitalmarkt erlebt hat. Das impliziert ein gewisses Alter, das manche Kunden im Private Wealth Management von einem Berater erwarten.

Der Kunde, der einen Teil seines Vermögens in die Hände eines Beraters oder einer Bank gibt, erwartet, dass er regelmäßig über die Entwicklung seines Vermögens informiert wird. Hierbei geht es nicht nur um klassische Anlageformen wie Tagesgeld, sondern auch um Unternehmensbeteiligungen und Zertifikate. Im Private Wealth Management kann es auch vorkommen, dass der Kunde von seinem Berater Leistungen abverlangt, die dieser nicht bringen kann. In solch einem Fall organisiert er dann eben die gewünschte Dienstleistung. Er ist in gewisser Hinsicht so etwas wie ein Butler in finanziellen Angelegenheiten.